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Gefahr durch Nüsse

Tödliche Gefahr durch Walnuss- (Juglans regia) und Schwarznussbäume (Juglans nigra)

Die Fruchtschalen der beiden Bäume Walnuss (Juglans regia) Schwarznuss (Juglans nigra) können von einem toxinbildenen Pilz befallen sein. Dieser Pilz (Penicillium crustosum) mit dem Wirkstoff Roquefortin C (vergleichbar mit Strychnin) kann bei der Einnahme der Fruchtschale - bedingt durch seine stark neurotoxische Wirkung - bei Hunden zum Tod führen!

Walnuss (Juglans regia)


Schwarznuss (Juglans nigra)

 

Die Symptome sind: Erbrechen, epileptische Anfälle, Zittern und tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschliessend symmetrische Zuckungen).
Leider gibt es nur sehr spärlich Literatur zu diesem Thema; für Interessierte hilft die Website http://www.pubmed.gov ein klein wenig weiter; mit dem Suchterm "tremorgenic in dogs" erscheinen sieben Artikel.

Diese Information hat Luzi Bernhard 29. August 2007 verschickt. Er schreibt dazu:

Wir trauern um zwei unserer Schlittenhunde, welche am letzten Wochenende mit Fruchtschalen eines befallenen Walnussbaumes gespielt haben; für die Beiden kam jede Rettung zu spät. Leider ist dieser Pilzbefall äusserlich nicht sichtbar.

Weitere Informationen zu diesem Schimmelpilz

Die Schimmelpilzart Penicillium crustosum findet sich sehr häufig im Innenraum und kommt sehr häufig in fettreichen Lebensmitteln wie Nüssen, Käse oder Fleisch vor. Als Verderbniserreger und mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung für Menschen stellt Penicillium crustosum vor allem eine Gefährdung durch die Produktion von toxischen Metaboliten wie den tremorgenen, neurotoxischen Substanzen Penitrem A bis F sowie dem krampferzeugenden Roquefortin C dar. Darüber hinaus kann Penicillium crustosum eine Reihe von potentiell toxischen Metaboliten (Cyclopenin, Cyclopenol, Viridicatin, Viridicatol, Geosmin, Dimethyldisulfid u. a.) produzieren, deren Toxizität bisher noch nicht geklärt ist.

Neben Lebensmitteln ist Penicillium crustosum sehr häufig im Bioabfall und Kompost zu finden. Dies steht vermutlich mit dem Eintrag durch kontaminierte Lebensmittelreste in Verbindung. Auch der flexible Stoffwechsel und eine relativ hohe Säuretoleranz begünstigen die Vermehrung von Penicillium crustosum im Kompost. (Quelle: http://www.schimmel-schimmelpilze.de/penicillium-crustosum.html)

Vergiftungen beschränken sich allerdings in der Regel auf Tiere (Pferde, Kühe, Hunde). Tiere sind in der Regel gefährdet, wenn sie Haushaltsabfälle fressen. Symptomatisch kommt es zu einer Ataxie, Tremor und schweren Muskelfaszikulationen, Erbrechen, Doppelbilder, allgemeine Schwäche, und blutigem Durchfall. In höheren Dosen können epileptische Anfälle, massive Lebernekrosen und schließlich der Tod eintreten.

Penitrem A Mycotoxin des Schimmelpilzes Penicillium crustosum. Der Pilz kommt in verdorbener Nahrung vor (Fleisch, Cerealien, Nüsse, Käse, Einer, Früchte, und auch gekühlten wie Dosenprodukten. Penitrem A ist ein hochgiftiges Nervengift. Vergiftungen beschränken sich allerdings in der Regel auf Tiere (Pferde, Kühe, Hunde). Tiere sind in der Regel gefährdet, wenn sie Haushaltsabfälle fressen. Symptomatisch kommt es zu einer Ataxie, Tremor und schweren Muskelfaszikulationen, Erbrechen, Doppelbilder, allgemeine Schwäche, und blutigem Durchfall. In höheren Dosen können epileptische Anfälle, massive Lebernekrosen und schließlich der Tod eintreten.